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lin_blockdevices

(Block)Devices - Laufwerke

Autor: Niko, erstellt am 28.03.2020 - Debian Buster 10.3 + Derivate

Unter Linux ist alles eine Datei - auch ein Laufwerk/Device. Geräte werden im Verzeichnisbaum unter /dev vom System eingehangen. Somit ist eure erste Festplatte eine „Datei“ Namens /dev/sda und die erste Patition darauf /dev/sda1, ein optische Laufwerk kann bspw. /dev/sr0 oder /dev/cdrom sein.

Geräte auflisten

Der Befehl lsblk listet alle dem System bekannte Blockdevices (Festplatten, angeschlossene USB-Speichermedien, opt. Laufwerke) auf.

lana@buster:~$ lsblk
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0 232,9G  0 disk 
└─sda1   8:1    0  95,4G  0 part /
sdb      8:16   0 465,8G  0 disk 
├─sdb1   8:17   0  36,2G  0 part [SWAP]
└─sdb2   8:18   0 429,5G  0 part /home
sdc      8:32   0 931,5G  0 disk 
└─sdc1   8:33   0 931,5G  0 part /mnt/Datengrab
sr0     11:0    1  1024M  0 rom  
sr1     11:1    1  1024M  0 rom  


Der Befehle ls -l /dev listet alle dem System bekannte Geräte auf. In der Liste oben sieht man das bspw. cdrom und dvd ein Symlink auf das Gerät sr0 sind. Damit wäre das erste opt. Laufwerk über die Namen cdrom, dvd und sr0 erreichbar.

Festplatten haben neben ihrer „Datei“ unter /dev noch eine UUID (Universally Unique IDentifier). Diese UUID ist pro Festplatte eindeutig und man kann damit die einzelnen Platten und Partitionen Mountpoints wie z.B. /home zuordnen.

TypUUID
Formatxxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx
Länge16 Bytes (32 Zeichen, mit 4 Bindestrichen in 5 Gruppen aufgeteilt)
Anzahl der Möglichkeiten2 hoch 8·16 ≈ 3.4 * 10 hoch 38

Gerät mounten/unmounten

Unter dem Begriff „mounten“ versteht man ein Gerät oder Partition in den Dateisystembaum einzuhängen um auf die darauf gespeicherten Daten lesend und schreibend zugreifen zu können. Möchte man bspw. die Partition sdc1 unter /mnt einhängen muss zuerst manuell ein Verzeichnis erstellt werden.
sudo mkdir /mnt/Datengrab
Jetzt kann die Partition sdc1 in das Verzeichnis Datengrab eingehangen werden:
sudo mount /dev/sdc1 /mnt/Datengrab
Dieses Vorgehen ist nicht persistent, was bleibt ist das leere Verzeichnis Datengrab. Zurückbauen lässt sich das über den umount Befehl:
sudo umount /mnt/Datengrab
sudo rm -rf /mnt/Datengrab

Gerät persistent mounten

Zum persistenten Einbinden gibt es die Datei /etc/fstab die beim Systemstart eingelesen wird und die eindeutigen UUIDs den Mountpoints (die auch existieren müssen) zuweist.

UUID ermitteln

lana@buster:~$ sudo blkid
/dev/sda1: UUID="69e1538a-0c82-4bfa-bb61-6775a8472d3b" TYPE="ext4" PARTUUID="185cdf49-01"
/dev/sdb1: UUID="725fbb64-5d77-44fd-81e3-aa2bf74c2672" TYPE="swap" PARTUUID="5a9a034b-01"
/dev/sdb2: UUID="9e4814cc-8f4b-49cc-ae2f-ca5daf332b56" TYPE="ext4" PARTUUID="5a9a034b-02"

für eine einzelne Partitoin

lana@buster:~$ sudo blkid /dev/sda1
/dev/sda1: UUID="69e1538a-0c82-4bfa-bb61-6775a8472d3b" TYPE="ext4" PARTUUID="185cdf49-01"

oder letztendlich mittels

snorri@ragnaroek:~$ ls -l /dev/disk/by-uuid 
insgesamt 0
lrwxrwxrwx 1 root root 10 Mär 28 11:41 69e1538a-0c82-4bfa-bb61-6775a8472d3b -> ../../sda1

Aufbau fstab

snorri@ragnaroek:~$ cat /etc/fstab
# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
# / was on /dev/sda1 during installation
UUID=69e1538a-0c82-4bfa-bb61-6775a8472d3b /               ext4    noatime,relatime,nodiratime,errors=remount-ro 0       1
# Das ist mein Datengrab
UUID=xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx /home/lana/Datengrab ext4 defaults 0 2
...
Spalten in fstab
<file system>Enthält die Beschreibung des Geräts, z.B. Festplatten-Partitionen wie /dev/sda8, die UUID, ein CD-Lesegerät /dev/cdrom
<mount point>Hier wird der Mountpoint festgelegt, d.h. der Ordner, in den die Partition eingehängt werden soll. Die Angabe „none“ wird verwendet, wenn die Partition keinen Einhängpunkt unter / im Dateisystem besitzt. Beispiel Swap
<type>Enthält die Art des Dateisystems, z.B. ext2, ext3, ext4, FAT32, NTFS. Enstpricht dem Parameter mount -t
<option>Enthält alle Optionen, gemäß dem Parameter mount -o. Unter Linux verbreitet ist die Option „defaults“, die den Optionen „rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async“ entspricht.
<dump>Wenn man das Backup-Programm dump einsetzt, wird hier festgelegt ob die Partition gesichert wird. Voreinstellung ist „0“ = keine Sicherung.
<pass>Gibt an, ob und in welcher Reihenfolge die Partition beim Systemstart in die regelmäßigen Dateisystemprüfungen einbezogen wird. Meist ist hier für die Root-Partition (die Wurzel des Dateisystems, /) „1“ eingetragen, für alle anderen Partitionen „2“ (danach prüfen) oder „0“ (keine Überprüfung) z.B. für Windows-Dateisysteme.

Bearbeiten kann man die fstab-Datei mit jedem beliebigen Texteditor unter root-Rechten.

lin_blockdevices.txt · Zuletzt geändert: 28.03.2020 12:46 von radirgummir

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